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Ausweiskopie schwärzen und mit Wasserzeichen versehen

· Geschrieben und gepflegt von Nonimo

Auf einer Ausweiskopie schwärzen Sie alles, was der Empfänger für seinen Zweck nicht braucht, und vor allem zwei Nummern: die Zugangsnummer rechts unten auf der Vorderseite und die Seriennummer rechts oben. Dazu kommen in der Regel Unterschrift, Größe, Augenfarbe und die drei Zeilen der maschinenlesbaren Zone auf der Rückseite. Ihr Name und die Angaben, nach denen gefragt wird, bleiben lesbar. Und die Kopie bekommt ein Wasserzeichen mit Zweck und Datum, damit sie nur für diesen einen Vorgang taugt.

So empfiehlt es das Personalausweisportal des Bundesinnenministeriums, und genau das erledigt das Werkzeug oben. Ob die Kopie an Bank, Vermieter, Arbeitgeber oder eine KI geht: Sie fotografieren den Ausweis oder legen ein Foto oder PDF ab, und das Werkzeug liest ihn sofort. Seriennummer und Zugangsnummer sind von Anfang an abgedeckt, ebenso Unterschrift, Geburtsdatum, Anschrift und die Zeilen unten; lesbar bleiben nur Vor- und Nachname und das Foto. Jedes Feld decken Sie mit einem Fingertipp ab oder geben es wieder frei.

Darüber liegt bereits ein Wasserzeichen, flächig über die ganze Karte oder als Stempel, und im Text tragen Sie den Empfänger ein; Monat und Jahr stehen schon da. Heraus kommt eine PNG, JPG oder PDF ohne Metadaten wie Aufnahmeort oder Kameramodell, in der Balken und Schrift in die Pixel eingebrannt sind. Ihr Dokument verlässt Ihr Gerät nicht: Es wird in Ihrem Browser gelesen und geschwärzt. Welche anderen Ausweisdokumente Nonimo schwärzt, zeigt der Abschnitt zu Ausweisen auf unserer Startseite. Ohne Browser geht es in der Nonimo-App für Mac und Windows: Sie öffnet Foto oder Scan auf Ihrem Rechner und deckt die gewählten Felder ab.

Personalausweis schwärzen: welche Daten weg dürfen und welche bleiben

Was auf dem Ausweis stehen darf, regelt § 5 des Personalausweisgesetzes. Absatz 2 zählt 12 Angaben über den Inhaber auf, die sichtbar aufgedruckt sein können, vom Familiennamen über Größe und Augenfarbe bis zur Seriennummer; dazu kommen die ausstellende Behörde, der Ausstellungstag, die Gültigkeit und die Zugangsnummer. Der Empfänger einer Kopie braucht davon fast immer nur einen kleinen Teil.

12 Angaben
über den Inhaber zählt § 5 Abs. 2 PAuswG auf, die sichtbar auf dem Ausweis stehen können. Personalausweisgesetz

Das Personalausweisportal schreibt, dass es für viele Zwecke reicht, Name, Geburtsdatum und Wohnort offenzulegen. Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) geht für die Kopie, die ein Unternehmen bei einer Datenauskunft verlangt, noch weiter: Grundsätzlich seien dort nur Vor- und Nachname, Anschrift und gegebenenfalls die Gültigkeitsdauer erforderlich. Alles Übrige dürfe und solle geschwärzt werden, ausdrücklich auch Lichtbild und Staatsangehörigkeit.

Feldwo es stehtauf der Kopie
Familienname, Geburtsname, Vornamenvornebleibt lesbar
Seriennummer (Dokumentennummer)vorne, rechts obenschwärzen, außer ein Gesetz verlangt sie
Zugangsnummer (CAN)vorne, rechts unten neben der Gültigkeitschwärzen
Unterschriftvornein der Regel schwärzen
Lichtbild, Geburtstag und Geburtsort, Staatsangehörigkeitvornenur, wenn der Zweck sie braucht
Anschrifthintenbleibt, wenn der Wohnort gefragt ist
Größe, Augenfarbe, maschinenlesbare Zonehintenin der Regel schwärzen

Quelle: Personalausweisportal des Bundesministeriums des Innern und LDI NRW, abgerufen am 1. Oktober 2026.

Im Werkzeug hat fast jede Zeile dieser Tabelle einen eigenen Schalter: Seriennummer, Zugangsnummer (CAN), Foto, Anschrift, Geburtsdatum und so weiter; Größe, Augenfarbe und was sonst keinen eigenen Schalter hat, laufen unter Weitere Angaben. Ein Tipp gibt ein Feld frei, ein zweiter deckt es wieder ab. Welche Angaben in Briefen, Bescheiden und Abrechnungen vergleichbar heikel sind, sammelt unsere Liste der Daten, die vor der KI geschwärzt werden.

Zugangsnummer und Seriennummer: die zwei Nummern, die zuerst schwarz werden

Die Zugangsnummer, auf Englisch card access number, steht rechts unten neben dem Gültigkeitsdatum. Laut Personalausweisportal brauchen Sie sie, wenn Sie die PIN des Online-Ausweises zweimal falsch eingegeben haben, wenn Sie eine neue PIN setzen und beim Auslesen des Ausweises vor Ort; bei Grenzkontrollen benötigen sie die Lesegeräte. Sie gehört also zum Chip und nicht zu Ihrer Identität, und auf einer Kopie für einen Vermieter hat sie nichts zu suchen.

Die Seriennummer, im Portal auch Dokumentennummer genannt, steht rechts oben neben dem Schriftzug Bundesrepublik Deutschland. § 20 Abs. 3 PAuswG verbietet nichtöffentlichen Stellen, sie für einen automatisierten Abruf oder die Verknüpfung von Dateien zu verwenden. Die LDI NRW hält schon das Notieren der Ausweisnummern beim Vertragsschluss für datenschutzrechtlich unzulässig, weil Name und Anschrift für die Identifikation genügen. Wer sie auf der Kopie stehen lässt, liefert sie trotzdem mit.

Die maschinenlesbare Zone verrät, was vorne geschwärzt ist

Unten auf der Rückseite stehen drei Zeilen aus Ziffern, Buchstaben und dem Zeichen <. Nach § 5 Abs. 4 PAuswG enthält dieser Bereich unter anderem Familienname, Vornamen, Seriennummer, Geburtstag und Gültigkeit. Wer vorne die Seriennummer schwärzt und hinten die Zone stehen lässt, hat die Nummer also nicht entfernt, sondern nur an eine andere Stelle verschoben, an der ein Lesegerät sie in einem Zug erfasst.

3 Zeilen
maschinenlesbare Zone auf der Rückseite, mit Seriennummer und Geburtstag. § 5 Abs. 4 PAuswG, Personalausweisportal

Deshalb ist die Zone im Werkzeug von Anfang an abgedeckt, zusammen mit Seriennummer, Zugangsnummer und Unterschrift. Wollen Sie die Rückseite gar nicht mitschicken, weil der Empfänger keine Anschrift braucht, laden Sie einfach nur die Vorderseite.

Ausweiskopie: was das Personalausweisgesetz erlaubt

Die Grundregel steht in § 20 Abs. 2 PAuswG. Den Ausweis ablichten darf nur der Inhaber selbst oder eine andere Person mit seiner Zustimmung, und zwar so, dass die Ablichtung eindeutig und dauerhaft als Kopie erkennbar ist. Andere Personen als der Inhaber dürfen die Kopie nicht an Dritte weitergeben. Erhebt eine Stelle über die Kopie personenbezogene Daten, braucht sie dafür die Einwilligung des Inhabers.

Für Sie heißt das: Sie dürfen Ihren Ausweis kopieren, fotografieren und scannen, und Sie bestimmen, was darauf zu sehen ist. Als Beispiele für die Kennzeichnung nennt das Personalausweisportal den Vermerk KOPIE oder eine Schwarzweißabbildung. Den Vermerk bringen Sie im Wasserzeichen unter: Das Wort Kopie schreiben Sie einfach mit in den Text.

Eine zweite Regel wird im Alltag oft übersehen. Nach § 1 Abs. 1 PAuswG darf niemand vom Inhaber verlangen, den Ausweis zu hinterlegen oder auf andere Weise aus der Hand zu geben. Die LDI NRW nennt das Beispiel des Fahrradverleihs, der den Ausweis als Pfand behalten will: unzulässig, weil während der Hinterlegung alle Daten samt Sicherheitsmerkmalen fremdem Zugriff ausgesetzt sind.

Im Notariat gehören Ausweiskopien der Beteiligten dagegen zur Akte. Was davon nicht in einen KI-Chat gehört, wenn dort ein Entwurf vorbereitet wird, beschreibt der Leitfaden KI im Notariat.

Ausweiskopie als Identitätsnachweis: wann ein Vermerk reicht

Die meisten Stellen brauchen gar keine Kopie, sondern einen Blick auf das Original, beim Ausweis wie beim Führerschein. Das Personalausweisportal und die LDI NRW sagen übereinstimmend, dass in vielen Fällen ein Vermerk genügt, etwa „Ausweis hat vorgelegen“. Wer den Ausweis im Original zeigen kann, sollte das tun und die Kopie gar nicht erst aus der Hand geben.

Als Identitätsnachweis auf Distanz ist die Kopie aber verbreitet. Das typische Beispiel der LDI NRW ist die Datenauskunft nach Art. 15 DSGVO: Auskunfteien und andere Unternehmen verlangen oft eine Ausweiskopie, bevor sie mitteilen, was sie über Sie gespeichert haben. Das hält die Behörde nur unter Bedingungen für zulässig. Das Unternehmen muss begründete Zweifel an Ihrer Identität haben, ein Vorzeigen vor Ort darf nicht ohne großen Aufwand möglich sein, und die Kopie dient ausschließlich der Identitätsprüfung.

Danach muss das Unternehmen die Kopie nach den Hinweisen der LDI NRW unverzüglich vernichten; eine Archivierung ist unzulässig. Von Ihnen bekommt es eine geschwärzte Kopie mit Name, Anschrift und gegebenenfalls Gültigkeit. Geburtsdatum und Geburtsort können nur dann nötig sein, wenn sonst eine Verwechslung möglich ist und das Unternehmen diese Angaben ohnehin gespeichert hat.

Auch das Lichtbild zählt die LDI NRW hier zu den Angaben, die geschwärzt werden dürfen; warum ein Gesichtsbild mehr verrät als ein Name, erklärt der Leitfaden zu besonderen Kategorien personenbezogener Daten.

Personalausweis schwärzen und Datenschutz: Vermieter, Bank, Arbeitgeber

Wie viel ein Empfänger sehen darf, hängt vom Anlass ab, und die Unterschiede sind groß. Die folgenden Fälle stammen aus den Hinweisen der LDI NRW. Zuständig ist für die meisten Unternehmen die Datenschutzaufsicht ihres Bundeslandes, in Bayern etwa das Landesamt für Datenschutzaufsicht.

AnlassKopie?was der Empfänger braucht
Wohnungsbewerbung, Mietvertraggrundsätzlich nein, Einsicht reichtVermerk über die Einsicht
Konto, Versicherung (Geldwäschegesetz)ja, vollständigArt, Nummer und Behörde des Dokuments
Mobilfunkvertragerlaubt, danach sofort vernichtenName, Anschrift, Geburtsdatum
Datenauskunft nach Art. 15 DSGVOnur bei begründeten ZweifelnName, Anschrift, gegebenenfalls Gültigkeit
Hotel, Gäste aus Deutschlandneinkeine Ausweisdaten
Verleih gegen PfandHinterlegen verbotenName, Anschrift, gegebenenfalls Gültigkeit

Quelle: LDI NRW, Personalausweis und Datenschutz; § 1 PAuswG; § 8 GwG; abgerufen am 1. Oktober 2026.

Vermieter und Makler: Einsicht ja, Kopie grundsätzlich nein

Bei der Vermietung von Wohnraum kommt es auf die Person an, die sich bewirbt, und deshalb dürfen Vermieter und Makler nach der LDI NRW den Ausweis einsehen. Es genügt ein abstrakter Vermerk wie „Identität wurde durch Einsichtnahme des Personalausweises bestätigt“. Zugangs- und Seriennummer dürfen sie nicht notieren, und eine Kopie dürfen sie grundsätzlich weder anfertigen noch fordern, bei der Besichtigung so wenig wie beim Mietvertrag.

Bestehen Vermieter trotzdem auf einer Datei, behalten Sie mit einer geschwärzten Kopie und einem Wasserzeichen wie „Kopie nur zur Vorlage bei der Hausverwaltung Lindenstraße“ die Kontrolle darüber, was sie zeigt und wofür sie gilt. Für Maklerbüros, die Interessentendaten mit KI bearbeiten, haben wir eine eigene Seite für Immobilienmakler.

Bank und Versicherung: das Geldwäschegesetz verlangt die volle Kopie

Anders bei allen, die unter das Geldwäschegesetz fallen. Zu diesen Verpflichteten zählt die LDI NRW neben Kredit- und Finanzinstituten unter anderem Versicherungen, Steuerberater, Immobilienmakler und Güterhändler. Sie müssen nach § 8 Abs. 2 GwG Art, Nummer und ausstellende Behörde des Ausweises aufzeichnen, und sie haben das Recht und die Pflicht, Kopien des Dokuments anzufertigen. Die Pflicht, Daten auf der Kopie zu schwärzen, besteht damit nach der LDI NRW nicht mehr.

5 Jahrebewahren Verpflichtete die Aufzeichnungen auf
10 Jahredanach spätestens vernichten
§ 8 Abs. 4 Geldwäschegesetz

Die Aufzeichnungen werden nach § 8 Abs. 4 GwG fünf Jahre aufbewahrt, sofern kein anderes Gesetz eine längere Frist vorsieht, und spätestens nach 10 Jahren vernichtet. Häufig fertigt die Bank die Kopie ohnehin selbst an; die LDI NRW nennt das Postident-Verfahren als praktischen Fall. Schicken Sie die Kopie selbst, dann tippen Sie die abgedeckten Felder wieder frei und behalten nur das Wasserzeichen. Wie Steuerkanzleien mit solchen Unterlagen umgehen, wenn KI im Spiel ist, zeigt die Seite für Steuerberater.

Arbeitgeber, Mobilfunk und andere Anlässe

Beim Mobilfunkvertrag darf der Anbieter nach der LDI NRW eine Kopie anfertigen, muss sie aber unverzüglich vernichten, sobald Name, Anschrift, Geburtsdatum und gegebenenfalls die Gültigkeit erfasst sind. Was für den Vertrag nicht nötig ist, können Sie auf der Kopie schwärzen. Hotels dürfen bei Gästen aus Deutschland grundsätzlich weder Ausweisdaten speichern noch den Ausweis kopieren.

Fragt der Arbeitgeber für die Personalakte nach einer Kopie, hilft der Rat des Personalausweisportals, der für jeden Empfänger gilt: im Zweifel bei der Stelle nachfragen, welche Angaben tatsächlich erforderlich sind, und den Rest schwärzen. Für Versicherungsmakler, bei denen Ausweise und Policen zusammenkommen, beschreibt die Seite für Versicherungsmakler, wie Kundendaten vor einem KI-Chat abgedeckt werden.

Wasserzeichen auf der Ausweiskopie: Empfänger, Zweck und Datum

Das Personalausweisportal empfiehlt, die Kopie zusätzlich mit Zweck und Datum zu kennzeichnen, und gibt das Muster gleich vor: „Nur zur Vorlage bei [Unternehmen] am [Datum]“. So begrenzen Sie den Verwendungszweck eindeutig. Taucht die Kopie später in einem anderen Zusammenhang auf, verrät der Text, dass sie dort nicht hingehört. Wer als Kanzlei Ausweiskopien von Mandanten anfordert, kann den Text gleich mitliefern; wie Kanzleien Mandantendaten vor KI-Tools schützen, steht auf der Seite für Kanzleien.

Kopie nur zur Vorlage bei der Hausverwaltung Lindenstraße · Oktober 2026

Empfänger, Zweck und Monat, mehr braucht es nicht. Ein Wasserzeichen, auf dem nur Kopie steht, ist besser als nichts, schützt aber vor Wiederverwendung kaum, weil sie zu jedem Vorgang passt. Das Textfeld im Werkzeug ist deshalb schon vorbelegt, mit einer Lücke für den Empfänger und dahinter Monat und Jahr.

Für die Form gibt es zwei Stile. Flächig wiederholt den Text schräg über die ganze Karte und legt ihn quer über jede Angabe; wer die Kopie für etwas anderes nutzen will, müsste es aus jeder Angabe herausretuschieren. Der Stempel ist ein schmales Band und stört weniger, wenn der Empfänger die Kopie ausdrucken und lesen muss. Abschalten lässt sich das Wasserzeichen auch. In beiden Fällen ist das Wasserzeichen Teil der Bildpunkte und keine Ebene, die sich wieder entfernen lässt.

Ausweiskopie mit dem Handy schwärzen und mit Wasserzeichen versehen

Auf Papier rät das Personalausweisportal zu einem dicken, schwarzen, undurchsichtigen Filzstift, ausdrücklich nicht zu Textmarker oder Kugelschreiber. Bei digitalen Programmen sollen die Daten gelöscht und nicht nur visuell überdeckt werden. Geschwärzte Angaben sollen weder lesbar noch durch technische Verfahren wiederherstellbar sein.

Die Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte warnt in ihren Hinweisen zum Schwärzen außerdem vor Onlinediensten, bei denen man Dateien hochladen muss, um im Browser Bereiche zu schwärzen: Sie können weitere datenschutzrechtliche Risiken mit sich bringen. Und sie erinnert daran, dass Bilddateien Metadaten tragen, etwa die GPS-Position sowie Datum und Uhrzeit der Aufnahme.

Die Kopie des Personalausweises schwärzen: so geht es mit dem Werkzeug

  1. Foto oder PDF ablegen. Das Werkzeug nimmt fünf Formate, JPG, PNG, WEBP, HEIC und PDF, auch mehrseitige PDFs und die Fotos eines iPhones. Am Handy fotografieren Sie den Ausweis direkt.
  2. Ergebnis ansehen. Das Werkzeug liest den Ausweis und deckt sofort ab: Seriennummer, Zugangsnummer, Unterschrift, Geburtsdatum, Anschrift, die Zeilen unten und die übrigen Angaben. Lesbar bleiben Vor- und Nachname und das Foto.
  3. Felder antippen. Jedes Feld hat einen Schalter in der Liste unter der Vorschau. Ein Tipp gibt es frei, etwa das Geburtsdatum, wenn der Empfänger es braucht; ein zweiter deckt es wieder ab.
  4. Wasserzeichen anpassen. Es ist schon eingeschaltet: Empfänger in die Lücke schreiben und einen der zwei Stile wählen, flächig oder Stempel.
  5. Herunterladen. In einem von drei Formaten, PNG, JPG oder PDF, mit eingebrannten Balken und Wasserzeichen und ohne Metadaten wie Aufnahmeort oder Kamera.
5Formate zum Hineinziehen, auch HEIC vom iPhone
3Formate zum Herunterladen: PNG, JPG, PDF
2Stile für das Wasserzeichen: flächig und Stempel
Das Werkzeug auf dieser Seite

Unter dem Balken liegt danach nichts mehr, und genau das verlangt das Portal von einer digitalen Schwärzung.

Warum der Balken in die Pixel gehört

Viele Programme legen einen schwarzen Kasten nur über die Stelle. In einem PDF bleibt der Text darunter dann vollständig erhalten und lässt sich markieren und kopieren. Wie das aussieht und wie man es prüft, zeigt der Leitfaden PDF schwärzen, ohne dass Text darunter bleibt. Das Werkzeug schreibt Balken und Wasserzeichen in das Bild selbst; was abgedeckt ist, steht in der Datei nicht mehr.

Für die unsichtbaren Angaben gilt dasselbe wie bei Office-Dateien. Ein Handyfoto trägt das Gerätemodell, den Zeitpunkt und, bei aktivierter Ortung, den Ort der Aufnahme. Warum das bei jeder Datei zählt, die Ihr Büro verlässt, erklärt der Text zu Metadaten in Word und PDF. Die heruntergeladene Ausweiskopie enthält keine davon.

Ausweiskopie per E-Mail verschicken: die sicheren Wege

Das Personalausweisportal ist hier deutlich. Kopien sollen nur über sichere Wege gehen: als Papierausdruck persönlich oder digital verschlüsselt, zum Beispiel über ein gesichertes Uploadportal oder eine verschlüsselte E-Mail. Unverschlüsselte E-Mails sind kein sicherer Übertragungsweg und sollen vermieden werden.

Muss es trotzdem ein Anhang sein, dann wenigstens die geschwärzte Fassung mit Wasserzeichen und nicht das Originalfoto aus der Galerie, beim Ausweis wie bei der Führerscheinkopie. Ist der Zweck erfüllt, soll die Kopie laut Portal umgehend und datenschutzkonform gelöscht oder vernichtet werden. Das gilt für den Empfänger und für Sie: die Datei im Downloadordner, das Foto im Chatverlauf, den Anhang im Ordner gesendeter Nachrichten.

Wer im Büro regelmäßig Ausweiskopien von Kunden empfängt, legt für diese Dateien am besten einen festen Ablageort und eine Löschfrist fest, und ebenso, dass sie in keinen KI-Chat gehören. Solche Regeln lassen sich in eine KI-Richtlinie für Kanzleien und kleine Unternehmen aufnehmen.

Reisepass schwärzen: dieselbe Regel, eine Zeile weniger

Für den Reisepass enthält § 18 Abs. 3 Passgesetz fast wörtlich dieselbe Regel wie das Personalausweisgesetz. Ablichten darf nur der Inhaber oder ein anderer mit seiner Zustimmung, die Ablichtung muss dauerhaft als Kopie erkennbar sein, und andere dürfen sie nicht weitergeben. Eine Ausnahme kennt nur der Pass: die Weitergabe für einen Visumantrag, wenn der Passinhaber zugestimmt hat.

PersonalausweisReisepass
Regel für Kopien§ 20 Abs. 2 PAuswG§ 18 Abs. 3 PassG
Weitergabe durch anderenicht erlaubtnur für einen Visumantrag, mit Zustimmung
Nummer des DokumentsSeriennummer, vorne rechts obenPassnummer, auf der Datenseite
Maschinenlesbare Zonedrei Zeilen, Rückseitezwei Zeilen, unten auf der Datenseite

Quelle: Personalausweisgesetz und Passgesetz auf gesetze-im-internet.de, Lage der Felder nach dem Personalausweisportal, abgerufen am 1. Oktober 2026.

Geschwärzt wird beim Pass dasselbe: die Passnummer, wenn kein Gesetz sie verlangt, die Unterschrift und die Zeilen unten, die nach § 4 Abs. 2 PassG Name, Seriennummer und Geburtstag noch einmal enthalten. Im Werkzeug laden Sie die Datenseite wie einen Ausweis, und beim deutschen Reisepass ist die Passnummer von Anfang an abgedeckt. Für Bürgerämter, die Ausweis- und Passanträge bearbeiten, beschreibt der Leitfaden KI in der öffentlichen Verwaltung, was Kommunen mit KI dürfen.

Ausweis in ChatGPT oder eine andere KI hochladen: vorher alles schwärzen

Manchmal soll die Kopie gar nicht zu einem Menschen, sondern zu einer KI: Sie wollen wissen, was ein Feld bedeutet, oder sich beim Ausfüllen eines Formulars helfen lassen. Dafür tippen Sie auch die beiden Schalter an, die für eine Kopie lesbar bleiben, Vor- und Nachname und Foto, bis nur noch der Aufbau der Karte zu sehen ist. Die KI sieht, wo was steht, aber keine Ihrer Angaben.

Was ein KI-Dienst mit hochgeladenen Bildern und Texten macht, unterscheidet sich je nach Anbieter und Tarif. Für ChatGPT haben wir das in ChatGPT und Datenschutz zusammengestellt, und was ein Dienst bieten muss, damit sein Einsatz im Büro vertretbar ist, steht unter DSGVO-konforme KI. Wie lange ChatGPT, Gemini, Claude und Copilot ein hochgeladenes Foto aufbewahren, vergleicht ein eigener Leitfaden.

Ausweiskopie schon verschickt: was jetzt zu tun ist

Ist eine ungeschwärzte Kopie unterwegs, lässt sie sich nicht zurückholen, aber Sie können den Schaden begrenzen. Das Personalausweisportal beschreibt, was zu tun ist, wenn eine Kopie in falsche Hände geraten ist, und die folgenden Schritte halten sich an seine Hinweise. Ging sie in einen Chat, löschen Sie dort den Chat und die Datei in der Bibliothek; wie das bei ChatGPT der Reihe nach geht, steht in unserer Anleitung.

  1. Zeitpunkt und Empfänger notieren. Halten Sie fest, wann Sie die Kopie per E-Mail verschickt oder wo Sie sie hochgeladen haben. Diese Angaben werden wichtig, falls es später zu Ermittlungen kommt.
  2. Löschung verlangen. Bitten Sie den Empfänger schriftlich, die Kopie zu löschen, und lassen Sie sich das bestätigen.
  3. Auf ungewöhnliche Vorgänge achten. Das Portal nennt Banken, Reiseunternehmen und Rechnungen für Bestellungen, die Sie nicht aufgegeben haben.
  4. Polizei einschalten, wenn etwas passiert. Erst bei einem konkreten Betrugsversuch spielen Zeitpunkt und Zusammenhang des Versands für die Ermittlungen eine Rolle.
  5. Konten absichern. Das Portal verweist auf die Empfehlungen des BSI zum Identitätsdiebstahl, darunter sichere Passwörter für E-Mail-Konten.

Verbreitet ein Unternehmen Ihre Kopie weiter, können Sie sich bei der zuständigen Datenschutzaufsicht beschweren, in der Regel der des Landes, in dem es sitzt. Ist umgekehrt in Ihrem Büro die Kopie eines Kunden an der falschen Adresse gelandet, klärt der Leitfaden Datenpanne melden oder nicht, ob daraus eine Meldung an die Aufsicht folgt. Und für die nächste Kopie gilt: schwärzen, Wasserzeichen mit Empfänger und Monat, und erst dann abschicken.

Wenn in Ihrem Büro nicht nur Ausweise, sondern ganze Akten in KI-Chats wandern, deckt die Datenschutzschicht von Nonimo Namen, Nummern und Kundendaten ab, bevor der Text ChatGPT, Claude oder Copilot erreicht.

Quellen

Häufige Fragen

Was muss man auf der Ausweiskopie schwärzen?

Vor allem die Zugangsnummer rechts unten und die Seriennummer rechts oben auf der Vorderseite, sofern kein Gesetz sie verlangt. Dazu rät das Personalausweisportal, in der Regel auch Größe, Augenfarbe, Unterschrift und die maschinenlesbare Zone auf der Rückseite abzudecken. Name und die Angaben, die der Empfänger wirklich braucht, bleiben lesbar.

Welche Daten auf dem Personalausweis dürfen sichtbar bleiben?

Das hängt vom Zweck ab. Für viele Zwecke reichen laut Personalausweisportal Name, Geburtsdatum und Wohnort. Verlangt ein Unternehmen eine Kopie für eine Datenauskunft, hält die LDI NRW Vor- und Nachname, Anschrift und gegebenenfalls die Gültigkeitsdauer für ausreichend. Im Zweifel fragen Sie beim Empfänger nach, welche Angaben er tatsächlich braucht.

Darf der Vermieter eine Ausweiskopie verlangen?

In der Regel nicht. Nach den Hinweisen der LDI NRW dürfen Vermieter und Makler den Ausweis einsehen und einen Vermerk über das Ergebnis anlegen, aber grundsätzlich keine Kopie anfertigen oder fordern, weder bei der Besichtigung noch beim Mietvertrag. Zugangs- und Seriennummer dürfen sie sich auch nicht notieren.

Darf die Bank eine vollständige Ausweiskopie anfertigen?

Ja. Banken, Versicherungen und andere Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz haben nach § 8 Abs. 2 GwG das Recht und die Pflicht, Kopien des vorgelegten Ausweises anzufertigen, einschließlich der Dokumentennummer. Sie bewahren die Aufzeichnungen fünf Jahre auf. Geschwärzt wird hier deshalb nichts; ein Wasserzeichen mit Zweck und Datum ist trotzdem möglich.

Ausweiskopie schon verschickt: was tun?

Notieren Sie, wann und an wen Sie die Kopie geschickt oder wo Sie sie hochgeladen haben, und bitten Sie den Empfänger, sie zu löschen. Das Personalausweisportal rät außerdem, auf ungewöhnliche Vorgänge zu achten, etwa Rechnungen für Bestellungen, die Sie nicht aufgegeben haben, und dann die Polizei mit diesen Angaben einzuschalten.

Darf man eine Ausweiskopie per E-Mail verschicken?

Das Personalausweisportal rät davon ab, solange die E-Mail unverschlüsselt ist. Sicher sind laut Portal die Übergabe auf Papier, ein gesichertes Uploadportal oder eine verschlüsselte E-Mail. Wenn es doch eine Datei sein muss, sollte sie wenigstens geschwärzt sein und einen Vermerk mit Empfänger, Zweck und Datum tragen.

Was schreibt man als Wasserzeichen auf die Ausweiskopie?

Empfänger, Zweck und Datum, so wie es das Personalausweisportal mit dem Muster „Nur zur Vorlage bei [Unternehmen] am [Datum]“ vorschlägt. Je genauer der Text, desto weniger taugt die Kopie für einen anderen Vorgang. Das Wasserzeichen läuft am besten schräg über die Daten, nicht in einer Ecke, die sich abschneiden lässt.

Ist das Kopieren des Personalausweises überhaupt erlaubt?

Ja, mit Grenzen. Nach § 20 Abs. 2 PAuswG darf nur der Inhaber den Ausweis ablichten, oder ein anderer mit seiner Zustimmung, und die Ablichtung muss eindeutig und dauerhaft als Kopie erkennbar sein. Andere als der Inhaber dürfen die Kopie nicht an Dritte weitergeben.

Gilt das auch für den Reisepass?

Ja. § 18 Abs. 3 Passgesetz enthält dieselbe Regel wie das Personalausweisgesetz: Kopie nur durch den Inhaber oder mit seiner Zustimmung, dauerhaft als Kopie erkennbar, keine Weitergabe durch andere. Die einzige Ausnahme ist die Weitergabe für einen Visumantrag, wenn der Passinhaber zugestimmt hat. Auf dem Pass schwärzen Sie Passnummer, Unterschrift und die Zeilen unten.

Verlässt das Foto meines Ausweises dabei mein Handy?

Nein. Das Werkzeug liest und schwärzt den Ausweis in Ihrem Browser, das Foto wird dafür nicht hochgeladen. Sie bekommen eine PNG, JPG oder PDF, in der Balken und Wasserzeichen in die Pixel eingebrannt sind, ohne Metadaten wie Aufnahmeort oder Kameramodell.