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Mit dem Werkzeug oben setzen Sie ein Wasserzeichen auf Ihre Ausweiskopie, bevor sie an Vermieter, Arbeitgeber, Bank oder ein Onlineportal geht. Sie fotografieren den Personalausweis mit dem Handy oder legen ein Foto oder PDF ab, passen die vorbelegte Zeile an den Empfänger an und laden die Kopie herunter. Der Text liegt über der Karte und sagt jedem, der die Datei später sieht, für wen und wofür sie gedacht war.
Genau dazu rät das Personalausweisportal des Bundesinnenministeriums: die Kopie mit Zweck und Datum zu kennzeichnen, damit sie sich nicht für einen anderen Vorgang verwenden lässt. Das Wasserzeichen ist in einer Minute gesetzt.
Ihr Ausweis verlässt Ihr Gerät nicht: Er wird in Ihrem Browser gelesen, und heraus kommt eine PNG, JPG oder PDF ohne Metadaten wie Aufnahmeort oder Kameramodell. Mehr über Nonimo und die App für Mac und Windows finden Sie auf der Nonimo-Startseite.
So funktioniert es
- Ausweis fotografieren oder ablegen. Am Handy nehmen Sie ihn mit der Kamera auf oder wählen ein Foto aus der Galerie, am Rechner ziehen Sie ein Foto oder PDF in das Feld, auch HEIC vom iPhone.
- Text eintragen. Im Feld „Text des Wasserzeichens“ steht schon „Kopie nur für diesen Vorgang“, dahinter der jeweils aktuelle Monat mit Jahr. Das Wort Kopie ist damit schon drin. Sie können die Zeile so lassen, um den Empfänger erweitern oder einen der Textvorschläge antippen, etwa „KOPIE“ oder „Nicht zur Weitergabe an Dritte“.
- Wasserzeichen anpassen. Als Anordnung wählen Sie „Schräg“, „Flächig“ oder „Waagerecht“ und stellen Größe, Deckkraft, Schrift, Farbe und Winkel ein. Das Wasserzeichen ziehen Sie im Bild an die gewünschte Stelle; „Auf Standard zurücksetzen“ holt die Grundeinstellung zurück.
- Rückseite dazunehmen, wenn sie verlangt wird. Sie kommt in das Feld „Rückseite“, und „Beide Seiten als PDF herunterladen“ macht aus Vorder- und Rückseite eine einzige Datei.
- Herunterladen. Als PNG, JPG oder PDF, mit dem Wasserzeichen in den Pixeln und ohne Metadaten.
Was auf das Wasserzeichen gehört
Das Personalausweisportal gibt das Muster gleich vor: „Nur zur Vorlage bei [Unternehmen] am [Datum]“. Empfänger, Zweck und Datum, mehr braucht es nicht. Dazu kommt am besten das Wort Kopie, denn nach § 20 Abs. 2 des Personalausweisgesetzes muss eine Ablichtung eindeutig und dauerhaft als Kopie erkennbar sein. Den Vermerk KOPIE nennt das Portal selbst als Beispiel.
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Je genauer der Text, desto weniger taugt die Kopie für etwas anderes. Ein Wasserzeichen, auf dem nur Kopie steht, ist besser als nichts, passt aber zu jedem Vorgang. Taucht eine Kopie mit Empfänger und Monat später an anderer Stelle auf, verrät sie selbst, dass sie dort nicht hingehört.
Bei der Datenauskunft nach Art. 15 DSGVO verlangen Unternehmen oft eine Ausweiskopie, um Ihre Identität zu prüfen. Nach den Hinweisen der LDI NRW muss das Unternehmen sie danach unverzüglich vernichten; ein Zweck im Wasserzeichen macht deutlich, dass sie in kein Archiv gehört.
Wo das Wasserzeichen hingehört: flächig, schräg oder waagerecht
Ein Text in einer Ecke ist schnell abgeschnitten. Das Wasserzeichen gehört deshalb über die Angaben, und dafür bietet das Werkzeug drei Anordnungen.
„Flächig“ wiederholt den Text über die ganze Karte, quer über Foto, Name und Nummern. Wer die Kopie für einen anderen Zweck nutzen will, müsste ihn aus jeder Angabe herausretuschieren. Das passt für Vermieter, Portale und alle Stellen, mit denen Sie nur einmal zu tun haben.
„Schräg“ und „Waagerecht“ setzen den Text einmal auf die Karte, und Sie ziehen ihn dorthin, wo er die meisten Angaben kreuzt, ohne zu stören. Mit geringerer Deckkraft bleibt darunter alles lesbar. Das ist die bessere Wahl, wenn der Empfänger die Kopie ausdrucken und jede Angabe lesen muss, etwa bei Banken und Versicherungen, die nach § 8 Abs. 2 des Geldwäschegesetzes eine vollständige Kopie anfertigen dürfen, und oft auch beim Arbeitgeber.
In jedem Fall ist das Wasserzeichen Teil der Bildpunkte und keine Ebene, die sich in einem Bildprogramm wieder ausblenden lässt. Dasselbe gilt für die Metadaten: Ein Handyfoto trägt Gerätemodell, Zeitpunkt und oft den Ort der Aufnahme, die heruntergeladene Kopie nicht mehr. Warum das bei jeder Datei zählt, erklärt der Leitfaden zu Metadaten in Word und PDF. Für den Führerschein gibt es dasselbe Werkzeug mit eigener Vorlage, und auch die Reisepasskopie versehen Sie so mit einem Wasserzeichen. Wer statt eines deutschen Ausweises einen Aufenthaltstitel hat, findet die Anleitung für die Kopie des eAT auf einer eigenen Seite.
Und vor dem Abschicken noch ein Rat des Personalausweisportals: Kopien möglichst über sichere Wege senden, etwa über ein gesichertes Uploadportal oder eine verschlüsselte E-Mail, und nach Erledigung des Zwecks löschen. Auch in einen KI-Chat gehört das Ausweisfoto nicht ungeprüft: Was ChatGPT und andere KI-Dienste mit hochgeladenen Fotos machen, steht in einem eigenen Leitfaden.
Häufige Fragen
Was schreibt man als Wasserzeichen auf die Ausweiskopie?
Am besten das Wort Kopie, den Empfänger, den Zweck und das Datum. Das Personalausweisportal schlägt als Muster „Nur zur Vorlage bei [Unternehmen] am [Datum]“ vor. Je genauer der Text, desto weniger taugt die Kopie für einen anderen Vorgang. Ein Wasserzeichen, auf dem nur Kopie steht, passt dagegen zu jedem Anlass und schützt kaum vor Wiederverwendung.
Wo sollte das Wasserzeichen auf dem Personalausweis stehen?
Quer über den Angaben und dem Foto, nicht in einer Ecke. Ein Text am Rand lässt sich mit einem Bildausschnitt einfach abschneiden, ein über die ganze Karte wiederholter Text nicht: Dafür gibt es die Anordnung „Flächig“. Muss der Empfänger jede Angabe gut lesen können, etwa eine Bank, ist ein einzelnes Wasserzeichen, „Schräg“ oder „Waagerecht“ und mit geringerer Deckkraft, meist die bessere Wahl.
Muss eine Ausweiskopie als Kopie gekennzeichnet sein?
Ja. Nach § 20 Abs. 2 PAuswG muss die Ablichtung eindeutig und dauerhaft als Kopie erkennbar sein. Als Beispiele nennt das Personalausweisportal den Vermerk KOPIE oder eine Schwarzweißabbildung. Der Textvorschlag „KOPIE“ im Werkzeug setzt genau diesen Vermerk, und wenn Sie das Wort Kopie in Ihren eigenen Text schreiben, steht die Kennzeichnung ebenso auf jeder Datei, die Sie herunterladen.
Lässt sich das Wasserzeichen wieder entfernen?
Nicht mit einem Klick. Das Werkzeug schreibt den Text in die Bildpunkte der Datei, die Sie herunterladen, und legt keine Ebene darüber, die sich in einem Bildprogramm ausblenden ließe. Wer es loswerden will, müsste es aus jeder Angabe herausretuschieren. Deshalb wiederholt die Anordnung „Flächig“ den Text über die ganze Karte.
Darf ich die Ausweiskopie mit Wasserzeichen per E-Mail schicken?
Besser nicht unverschlüsselt. Das Personalausweisportal rät zu sicheren Wegen: Übergabe auf Papier, ein gesichertes Uploadportal oder eine verschlüsselte E-Mail. Das Wasserzeichen ersetzt das nicht, sorgt aber dafür, dass eine Kopie, die doch in falsche Hände gerät, sichtbar an einen Empfänger und einen Zweck gebunden bleibt. Ist der Zweck erfüllt, löschen Sie die Datei.
Kann ich auch der Bank eine Ausweiskopie mit Wasserzeichen schicken?
In der Regel ja. Banken und andere Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz haben nach § 8 Abs. 2 GwG das Recht und die Pflicht, eine vollständige Kopie samt Dokumentennummer anzufertigen, und brauchen jede Angabe lesbar. Ein einzelnes Wasserzeichen mit Zweck und Datum, waagerecht und mit geringerer Deckkraft, lässt die Angaben lesbar und bindet die Kopie trotzdem an die Kontoeröffnung. Häufig kümmert sich die Bank ohnehin selbst um die Kopie.
Funktioniert das auch am Handy?
Ja. Öffnen Sie diese Seite im Browser Ihres Handys und fotografieren Sie den Ausweis direkt mit der Kamera, oder wählen Sie ein Foto aus der Galerie, auch im HEIC-Format vom iPhone. Text, Anordnung und Deckkraft stellen Sie wie am Rechner ein, das Wasserzeichen schieben Sie mit dem Finger an die richtige Stelle. Auf Wunsch fotografieren Sie danach die Rückseite; dann landen beide Seiten in einem gemeinsamen PDF auf dem Handy. Ohne Rückseite speichern Sie die Kopie als PNG, JPG oder PDF.
Verlässt das Foto meines Ausweises dabei mein Gerät?
Nein. Das Werkzeug liest den Ausweis und setzt das Wasserzeichen in Ihrem Browser, das Foto wird dafür nicht hochgeladen. Sie bekommen eine PNG, JPG oder PDF, in der das Wasserzeichen in die Pixel eingebrannt ist, ohne Metadaten wie Aufnahmeort oder Kameramodell. Das Originalfoto in der Galerie löschen Sie danach am besten selbst.